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Datentypen - Deklaration (Beispiele: Excel)Makro/Sub/ProzedurTipp

Kategorie: Basics ▸ Variablen

(Tipp 211) Nachricht zum Beitrag an Autor Nach oben

Variablennamen müssen mit einem Zeichen des Alphabets beginnen, innerhalb des Gültigkeitsbereichs eindeutig sein, und dürfen nicht länger als 255 Zeichen lang sein.

Jede Variable beansprucht Speicherplatz, was zur Verlängerung der Laufzeit eines Makros (einer Prozedur) führt. Damit sich dies in Grenzen hält, kann man einer Variablen zuweisen, wieviel Speicherplatz sie in Anspruch nimmt, indem man der Variablen einen Datentyp zuweist.

Sie können u. a. als einer der folgenden Datentypen deklariert werden:

  • Boolean
  • Byte
  • Integer
  • LongPtr
  • String
  • Range

Wird kein Datentyp angegeben, so ist der Datentyp Variant standardmäßig zugewiesen.

Variablen werden gewöhnlich mit der DIM-Anweisung deklariert.


Long für 32- und 64-Bit

Statt Long sehen Sie hier LongPtr. Der Grund ist, dass es bei Verwendung von Code mit Long-Variablen in der 64-Bit-Version des Microsoft Office (standardmäßig wird die 32-Bit-Version installiert) zu Problemen kommen kann: vba-tutorial.de: Datentypen.

LongPtr ist also, um den Kern der Aussagen im verlinkten Text zusammenzufassen, eine Art Weiche, die bei 32-Bit-Versionen auf Long und bei 64-Bit-Versionen auf LongLong „umschaltet“.

Kennzeichnend für das Problem ist zum Beispiel diese Fehlermeldung:

Der Code in diesem Projekt muss für die Verwendung auf 64-Bit-Systemen aktualisiert werden. Überarbeiten und aktualisieren Sie Declare-Anweisungen, und markieren Sie sie mit dem PtrSafe-Attribut.

Deshalb die Empfehlung: Immer davon ausgehen, dass der Code in beiden Versionen laufen soll und deshalb LongPtr verwenden sowie API-Deklarationen am Anfang des Moduls immer mit einer solchen „Weiche“ vorzunehmen:

#If VBA7 Then Private Declare PtrSafe Function … (ByRef … As LongPtr, ByVal … As LongPtr) As LongPtr #Else Private Declare Function … (ByRef … As Long, ByVal … As Long) As Long #End If

Sie sehen hier einmal das PtrSafe und dass jeder Long-Typ in der aktuellen Version als LongPtr deklariert wurde.

Weitere Beispele:


Boolean

Datentypen Boolean werden als 16-Bit-Zahlen (2 Bytes) gespeichert, die nur die Werte True oder False annehmen können.

Bsp:

Sub PruefeZeileOK() Dim bolPositionOK As Boolean If Selection.Row < 10 Then bolPositionOK = False Else bolPositionOK = True If bolPositionOK = False Then MsgBox ("Aktion an dieser Position nicht zulässig!") End Sub

Die folgende Funktion bekommt aus Prozeduren die Zeilenposition übergeben und prüft, ob die Aktion zulässig ist. Rückgabewerte: TRUE oder FALSE

Function PositionOK(lngZeilenposition As Long) As Boolean PositionOK = True If lngZeilenposition < 10 Then PositionOK = False End Function

Die Verwendung in einer Sub könnte dann so aussehen:

Sub Aufruf() Dim lngZeile As LongPtr lngZeile = ActiveCell.Row If PositionOK(lngZeile) = False Then MsgBox "Geht hier nicht, Zeile " & lngZeile & " zu niedrig.", vbOKOnly + vbExclamation, "Fehler" Exit Sub End If End Sub

Byte

Byte werden als einzelne 8-Bit-Zahlen (1 Byte) ohne Vorzeichen gespeichert und haben einen Wert im Bereich von 0 bis 255.

Integer

Integer werden als 16-Bit-Zahlen (2 Bytes) in einem Bereich von -32.768 bis 32.767 gespeichert.

String

Datentyp String kann Buchstaben, Zahlen, Leerzeichen und Satzzeichen enthalten.

Sub Meldung() Dim strText As String Dim strTitel As String strText = "Hallo 12345" strTitel = "*******Titel ******" MsgBox strText, , strTitel End Sub

Range

Datentyp Range gibt eine Zelle oder einen Zellbereich aus.

Sub ZeilenMarkieren() Dim rngBereich As Range Set rngBereich = Sheets("Tabelle1").Range("A1:C5") If rngBereich.Interior.ColorIndex = 3 Then rngBereich.Interior.ColorIndex = 5 Else rngBereich.Interior.ColorIndex = 3 End Sub

Deklaration erzwingenMakro/Sub/ProzedurTipp

Kategorie: Basics ▸ Variablen

(Tipp 212) Nachricht zum Beitrag an Autor Nach oben

Visual Basic kann bei einem neuen Variablennamen nicht erkennen, ob es sich um eine neue oder um eine falsch geschriebene bestehende Variable handelt und erzeugt daher eine neue Variable. Probleme mit falsch benannten Variablen lassen sich jedoch vermeiden. Man kann einstellen, dass bei jeder Variablen, die nicht vorher explizit deklariert wurde, eine Fehlermeldung angezeigt wird.

Schreibt man zum Beispiel: Meldung = ... ist die Variable eine andere, als wenn man schreibt Meltung = ... Wenn man nun die Variable wieder einliest, ist der Wert der Variable Meltung leer, wenn der Wert vorher in die Variable Meldung gespeichert wurde.

Um solche Tippfehler zu vermeiden, fügt man am Anfang des Moduls folgende Anweisung an:

Option Explicit

Jetzt müssen alle Variablen explizit mit DIM deklariert werden.

Mit einer Moduloption kann man Visual Basic veranlassen, jedem erstellten Modul die Option Explizit hinzuzufügen.

  1. Im Visual Basic Editor Menü Extras > ▸ Optionen
  2. Register Editor
  3. Aktivieren des Kontrollkästchen Variablendeklaration erforderlich
  4. OK

UDF - Benutzerdefinierte Funktionen (auch Matrixfunktionen)Makro/Sub/ProzedurUDF - benutzerdefinierte FunktionTipp

Kategorien: Basics ▸ UDF und UDF ▸ Basics

(Tipp 164) Nachricht zum Beitrag an Autor Nach oben

Grundsätzliches

Benutzerdefinierte Funktionen, also UDF, sind Funktionen, die man sich selbst im VBA-Editor erstellt. Dazu benennt man sie nicht mit Sub, sondern mit Function. Der Name der Funktion liefert dabei den Rückgabewert. Heißt also eine Funktion "MeineFunktion(...)", schreibt man in die Zelle "=MeineFunktion(...)". Ebenfalls kann man Funktionen einsetzen, um durch Subs bestimmte Berechnungen durchführen zu lassen.

Beispiel: Eine Funktion, die immer das Datum zurückgibt, das in 14 Tagen liegt, Die Funktion braucht keine Parameter, sie wäre schlicht und einfach:

Function Datum_14Tage() Datum_14Tage = Date + 14 End Function

Darauf können wir einfach per Sub zugreifen:

Sub Datumstest() MsgBox Datum_14Tage End Sub

Oder in die Zelle eingetragen:

=Datum_14Tage()


Ergebnisse/Rückgaben

Prinzipiell können benutzerdefinierte Funktionen alle möglichen Datentypen als Rückgabewerte haben: Strings, Zahlen, Datumsangaben usw. Selbst Arrays können Ergebnisse sein, die dann von anderen Subs verarbeitet werden.


Dynamische Arrayformeln/Matrixfunktionen

Seit Excel 365 ist es sogar möglich, Arrays als Ergebnisse solcher (dann Matrix-) Funktionen in Zellen eintragen zu lassen. Nehmen wir folgende Funktion als Beispiel, die für einen Monat eine kleine Liste mit Wochentagen und Kalenderwochen erstellt:

Function Monatstabelle(ByVal intMonatszahl As Integer, ByVal intJahr As Integer) Dim datDatum As Date, arrS(), lngArr As LongPtr datDatum = CDate("1." & intMonatszahl & "." & intJahr) lngArr = 0 Do lngArr = lngArr + 1 ReDim Preserve arrS(1 To 3, 1 To lngArr) arrS(1, lngArr) = datDatum arrS(2, lngArr) = Format(datDatum, "DDD") arrS(3, lngArr) = Application.WorksheetFunction.IsoWeekNum(datDatum) datDatum = datDatum + 1 Loop While Month(datDatum) = intMonatszahl Monatstabelle = Application.WorksheetFunction.Transpose(arrS) End Function

Sie erwartet als Parameter die Zahl des Monats und das Jahr. Wenn diese Angaben in D1 und in E1 stehen, können wir in der Tabelle diese Arrayformel eintragen:

=Monatstabelle(D1;E1)

Tipp nebenbei: Mit Transpose oder in deutscher Syntax MTRANS kann eingestellt werden, in welcher Richtung ein Array ausgegeben wird. Diese (eigentlich Tabellenblatt-) Funktion transponiert den Array, so dass dieser wahlweise über Spalten oder über Zeilen ausgegeben wird.


Formel übergelaufen

Beim ersten Verwenden einer Matrixfunktion (also nicht nur einer eigenen) erscheint die Meldung:

Formel übergelaufen - Ihre Formel hat mehrere Werte zurückgegeben, weshalb wir sie in die benachbarten leeren Zellen haben überlaufen lassen.

Diese Meldung besagt nichts anderes, als dass sich die Zelle mit der Formel nun verhält, wie man es in CSS mit float: left; beschreiben würde. Die Ergebnisse der Formel fließen rechts und unterhalb von der Eingabezelle.

Mit dem Schnittmengenoperator @ nach dem Gleichheitszeichen können Sie übrigens einstellen, dass nur der erste Wert des Arrays in der Zelle erscheint.


Um zu gewährleisten, dass eine in einem Tabellenblatt eingesetzte UDF immer rechnet, sollte man an den Anfang der Funktion schreiben:

Application.Volatile

Verfügbarkeit von VariablenMakro/Sub/ProzedurTipp

Kategorie: Basics ▸ Variablen

(Tipp 213) Nachricht zum Beitrag an Autor Nach oben

Wird eine Variable innerhalb einer Prozedur deklariert, kann nur der Code innerhalb dieser Prozedur auf den Wert zugreifen oder ändern. Manchmal soll die Variable jedoch in allen Prozeduren oder in allen Prozeduren in einer Arbeitsmappe zur Verfügung stehen. Die Art der Verfügbarkeit einer Variablen wird bei der Deklaration festgelegt. Es gibt drei mögliche Gültigkeitsbereiche für eine Variable:

  • Innerhalb einer Prozedur Dim - Lokal
  • Am Anfang des Modules Dim oder Private - Modulebene
  • Am Anfang des Moduls Public - Öffentlich

Lokal

Die Variable wird nur innerhalb der umgebenen Prozedur erkannt und eignet sich für temporäre Berechnungen. Wird ein Variablen-Name in mehreren Prozeduren benutzt, ist die Variable nur lokal gültig. Gleiche Variablen-Namen in anderen Prozeduren bleiben unverändert vom Wert. Jede Prozedur erkennt nur ihre eigene Variablen.

Sub Test() Dim MeineVariable ... ... End Sub Sub Test2() Dim MeineVariable '(Lokale Variable mit gleichem Namen wie in Prozedur Test, 'entspricht nicht der Variablen von Prozedur Test) ... ... End Sub

Soll im Beispiel in der Routine Test2 auch die Variable MeineVariable verwendet werden, kann sie bei dieser Art der Deklaration übergeben werden, wenn z. B. die zweite Routine durch die erste aufgerufen werden soll:

Sub Test() Dim MeineVariable ... ... Test2 MeineVariable End Sub Sub Test2(ByVal MeineVariable As String) 'Hier kann MeineVariable weiterverwendet werden. End Sub

Modulebene

Variablen auf Modulebene haben aus allen Prozeduren innerhalb eines Moduls Gültigkeit. Variablen aus anderen Modulen haben keine Gültigkeit.

Dim MeineVariable '(Variable auf Modulebene) Private MeineVariable1 Sub Test() ... ... ... End Sub

Öffentlich

Variablen, die mit Public deklariert wurden, haben die umfassendste Gültigkeit. Öffentliche Variablen stehen jeder Prozedur, die sich in einem beliebigen Modul der jeweiligen Arbeitsmappe befinden kann, zur Verfügung. Öffentliche Variablen werden genau wie Variablen auf Modulebene allgemeiner Module vor den Prozedurdefinitionen deklariert.

Public MeineVariable 'Öffentliche Variable Public MeineVariable1 Sub Test() ... ... ... End Sub

Tipp

Wer viel mit Variablen, die immer zur Verfügung stehen müssen, arbeitet, sollte sich mit Klassenmodulen beschäftigen. Damit kann man eigene Objekte erstellen, denen man Eigenschaften zuweist, die dann immer zur Verfügung stehen. So könnte ein Autohändler zum Beispiel das Objekt Auto erstellen, für dieses Objekt die Eigenschaft Farbe. Im Code braucht man dann nur noch zu schreiben:

Auto.Farbe = "rot" ... ... MsgBox Auto.Farbe